Das Auge - Anatomie

Unsere Augen bilden eine Schnittstelle zwischen Innen- und Außenwelt. Sie haben einen Durchmesser von etwa 2, 4 Zentimeter und dienen dazu, Bilder unserer Umwelt einzufangen. Hornhaut, Linse und Pupille erzeugen eine Rekonstruktion unserer Umgebung auf der Netzhaut. Von dort werden die Reize über den Sehnerv weitergeleitet an das Gehirn.

Durch die Hornhaut (Cornea) tritt das Licht in das Auge ein, die Lichtstrahlen werden beim Auftreffen gebrochen. Die Cornea ist verantwortlich für ca. 75% des Fokussierungsvermögens unserer Augen.

Die Linse wird durch einen winzigen Ringmuskel verformt, um das Bild „scharf“ zu stellen. Der Lichtstrahl wird durch ihre Brechkraft so gelenkt, dass sie in einem bestimmten Punkt auf die Netzhaut treffen. (Brechung).

Ein zweiter Ringmuskel verändert die Größe der Iris (und damit der Pupille), um den Lichteinfall ins Auge zu steuern.

Was wir bewusst steuern können

Die sechs äußeren Augenmuskeln unterliegen unserer bewussten Kontrolle.

Vier gerade Muskeln sind paarweise angeordnet und erlauben uns, das Auge in horizontale und vertikale Richtungen zu bewegen, und zwar in einer sehr großen Geschwindigkeit. Vertikale Bewegungen entstehen durch die Zusammenarbeit mehrerer Muskeln.

Die Muskeln setzen weit vor der Mittellinie des Augapfels an und sind durch Sehnen direkt mit der Lederhaut des Auges verbunden. Ihr Ursprung liegt an der hinteren Wand der Augenhöhle (alle vier Muskeln laufen also mehr oder weniger auf einen Punkt zu). Wenn wir geradeaus sehen, weisen alle Muskeln einen vergleichbaren, relativ niedrigen Tonus auf - sie sind also nicht vollkommen entspannt im Sinne von "schlaff", sondern halten genügend Spannung, um schnell reaktionsfähig zu sein und miteinandern zu "kommunizieren".

Ein weiteres Muskelpaar legt sich wie ein Gürtel um den mittleren Augapfel. Diese oberen und unteren schrägen Augenmuskeln erlauben uns, die Augen beidseitig nach innen und nach außen zu bewegen - dadurch können wir Objekte fixieren, die sich auf uns zu oder von uns weg bewegen.

Laut Dr. Bates können diese Muskeln die Fokussierung des Auges beeinflussen, indem sie den Augapfel leicht zusammendrücken und die Netzhaut in eine Position bringen, in dem die Abbildung optimal fokussiert ist. Eine ständige Anspannung dieser Muskulatur verformt unseren Augapfel und beeinträchtigt die Sehschärfe.

Noch nicht genug? Hier sind noch einmal Informationen anschaulich zusammengefasst. http://www.glaukom.de/glaukom-wissen-und-vorbeugen/anatomie-und-funktion-des-auges/